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Start der PV-Kleinanlagenförderung mit gekürztem Budget

Erneuerbaren Ausbau Gesetz muss massiven PV-Zubau in allen Bereichen sicherstellen

 

Am 1. März  startetet die vorerst letzte Runde der Investförderung für Photovoltaik-Kleinanlagen des Klima- und Energiefonds. Gefördert werden freistehende Anlagen und Aufdachanlagen sowie gebäudeintegrierte Anlagen bis zu einer Obergrenze von 5 kWp bzw. bei Gemeinschaftsanlagen bis zu 50 kWp. DI Vera Immitzer, Geschäftsführerin des Bundesverbands Photovoltaic Austria (PVA): „Zu unserem Bedauern wurden die Fördermittel für PV-Kleinanlagen auch dieses Jahr erneut gekürzt. Dieses wiederholte Herunterschrauben des Förderbudgets ist bei gleichzeitiger Aufgabenstellung von 100 Prozent erneuerbarer Stromerzeugung bis 2030 sowie der Ankündigung eines 100.000 Dächerprogramms kontraproduktiv und lässt an den postulierten Zielen der Regierung zweifeln.“ Zwar können durch reduzierte Fördersätze mit dem diesjährigen Förderbudget für Kleinanlagen etwa gleich viele Anlagen wie letztes Jahr gefördert werden, allerdings widerspricht die neuerliche Kürzung dem geplantem und erforderlichem Ausbauziel von 15 GWp 2030.

Auf Grund des enormen Andrangs im vergangenen Jahr (das Förderbudget war nach drei Monaten erschöpft) ist zu erwarten, dass auch dieses Jahr das verfügbare Budget im Rekordtempo abgerufen wird. Immitzer dazu: „Gerade Kleinanlagen, für die diese Förderung ein wichtiger Impuls zur Anlagenerrichtung ist, fehlen damit für den dringend notwenigen PV-Ausbau. Photovoltaik ist vor 20 Jahren aus einer Basisbewegung entstanden, die von dieser Budgetkürzung am stärksten betroffen ist.“

Aktuell wird an dem Erneuerbaren Ausbau Gesetz gearbeitet, das ab dem nächsten Jahr den Grundstein für eine erneuerbare Stromzukunft manifestieren soll. Im Zuge dessen muss das Fördersystem so umgestaltet werden, dass in allen Marktsegmenten ein großer Zubau möglich ist. „Nur durch zielgerichtete Rahmenbedingungen für die unterschiedlichen PV-Anwendungen, angefangen bei privaten Anlagen, über gewerbliche und gemeinschaftliche Anlagen bis hin zu Freiflächenanlagen, ist eine ambitionierte Entwicklung möglich. Hier steckt der Teufel jedoch im Detail und die Konkretisierung der Gesetzesinhalte ist für den Erfolg entscheidend. Gut gemeinte Eckpunkte alleine reichen nicht aus.“, so Immitzer.

Das geplante 100.000 Dächerprogramm, das im Zuge des Erneuerbaren Ausbau Gesetzes starten soll, muss die eigentlich gut handhabbare und beliebte Kleinanlagenförderung des Klima- und Energiefonds aufgreifen und um neue Aspekte erweitern. Denn wie bereits Frau Bundesministerin Köstinger ankündigte: „Jedes Haus muss ein Kraftwerk werden.“.

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