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Solare Bioenergiedörfer: Die Energiewende vor Ort

Immer mehr Gemeinden decken ihren Energiebedarf selbst, mit erneuerbarer Energie aus Solarwärme und Biomasse. Solare Nahwärme wird immer beliebter, auch Bürger können sich an den Anlagen finanziell beteiligen. Die größte österreichische solarthermische Anlage wird im August in Betrieb genommen, sie wird 500 Wohnungen mit klimafreundlicher Wärme beliefern.

 

Die Gemeinden haben den Klimaschutz entdeckt, immer mehr Orte versorgen sich bei Wärme und Strom mit erneuerbarer Energie. Solare Bioenergiedörfer setzen dabei auf eine Kombination aus Biomasse und Solarwärme. Der Verband Austria Solar hat Beispiele solcher Dörfer zusammengetragen und in einem Webinar präsentiert. Solaranlagen können den ungünstigen Teillastbetrieb des Heizkessels im Sommer vermeiden und so zu mehr Effizienz und längerer Lebensdauer der Heizanlage beitragen. Einen zusätzlichen positiven Effekt hat der Solarspeicher, der in der Übergangszeit und im Winter als zusätzlicher Kesselpuffer genutzt wird, um die Taktrate des Kessels zu reduzieren.

Solare Nahwärme immer beliebter

In Österreich sind 2.400 Biomasse-Nahwärmeanlagen in Betrieb, die jährlich 6.400 Gigawattstunden klimaneutrale Wärme liefern. Rund 70 Prozent der Heizwerke laufen den Sommer durch, mit einem Wärmebedarf von 440 Gigawattstunden von Juni bis September. Rund 40 Wärmenetze werden von Solaranlagen unterstützt, die größte Anlage entsteht derzeit in der Stadt Friesach in Kärnten. Mit einer Wärmeleistung von vier Megawatt (5.750 m2) wird die Anlage 2,5 Gigawattstunden pro Jahr liefern. Über eine Wärmeleitung von 1,1 Kilometer und einen 1.000 Kubikmeter großen Pufferspeicher ist die Anlage mit dem Biomasseheizwerk der KELAG Energie & Wärme GmbH verbunden. Im Wärmenetz der Stadt wird auch das Krankenhaus Friesach versorgt. Die Investition von rund zwei Millionen Euro in die Solaranlage und den Pufferspeicher wurde über ein Bürgerbeteiligungsmodell abgewickelt.

Weltweit einzigartige Förderung

Der Klima- und Energiefonds startete heuer ein neues Förderprogramm für Solare Großanlagen, das besonders attraktive Konditionen bietet. „Österreich könnte global zum Trendsetter für solarthermische Holzheizwerke werden, die Voraussetzungen sind derzeit ideal“, betont Sebastian Schramm, Leiter des Geschäftsfeldes Solare Großanlagen bei GREENoneTEC Solarindustrie GmbH. Im Webinar stellt er internationale Beispiele vor, Gernot Wörther vom Klima- und Energiefonds präsentiert die Förderkonditionen aus erster Hand. Das Webinar zum Nachhören gibt es unter: https://www.solarwaerme.at/webinare/

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