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Bio Art meets Innovation

nnovation ist bei LAUFEN Teil der Unternehmens-DNA. Deshalb werden im Showroom & Innovation Hub des Sanitärkeramik-Spezialisten LAUFEN während der Vienna Design Week unter dem Motto ‚Circular Flows‘ gleich drei wegweisende Projekte vorgestellt: die Installation ‚Brains‘ Shit for Shit Brains‘ von Lucie Strecker, zwei Videoarbeiten von Mary Maggic sowie das erste Urin-Trenn-WC der Welt, das alle Funktionsnormen erfüllt. Alle drei Projekte verbindet die Thematisierung eines Tabus.
Bio Art meets Innovation

Marc Viardot, MD Central European BU, Director Marketing & Products LAUFEN

Groteskes Spiel

In Zeiten, in denen Biobanken um die Fäkalien von Celebrities werben und die Forschung die Bedeutung von Mikro-Organismen im Darm sowie deren Einfluss auf mentale wie kongnitive Funktionen (über die sogenannte Darm-Hirn-Achse) untersuchen, präsentiert Lucie Strecker punktgenau die Jahrmarktsattraktion ‚Brains‘ Shit for Shit Brains‘ (Dramaturgisches Coaching durch Philippe Riera und mit einem Textbeitrag von KT Zakravsky). Die auf Hybride Kunst spezialisierte Künstlerin entwickelte letztes Jahr zusammen mit Klaus Spiess, Leiter des Art&Scinece Programms der Medizinischen Universität Wien, künstlerisch-probiotische Zäpfchen. Diese werden nun zum Hauptpreis einer Schießbude, deren Zielscheibe ein Koordinatenssystem sozialer Positionen zeigt. Die Künstlerin erntete Mikroben von Personen aus diesen unterschiedlichen sozial-politischen Räumen und konservierte sie zu ‘Kunst als Medikament’. In Annlehnung an das historische Schießen auf Tonscheiben, produzierte LAUFEN in Gmunden dafür ein neues Design aus dem innovativen Material SaphirKeramik. Lucie Strecker: „Diese Performance ist einerseits ein groteskes Spiel mit unseren Körperöffnungen und Ausscheidungen, anderseits eine Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen und ökologischen Zusammenhängen. Besonders neue Erkenntnisse über das Mikrobiom zeigen, wie komplex die Symbiose von Menschen und Kleinst-Organismen ist und wie diese nicht nur von unserer biologischen Umwelt, sondern auch von sozialen Räumen beeinflusst wird. Hier setzt meine künstlersiche Arbeit an: Sie spekuliert darüber, wie Stoffwechsel-Systeme zu politischen Systemen werden ­– und umgekehrt.“

 

Hormone aus dem Urin

Ebenfalls mit Bio-Art arbeitet die US-amerikanische Künstlerin & Bio-Hackerin Mary Maggic. Im LAUFEN Showroom & Innovation Hub ist sie mit zwei Videoarbeiten präsent, die den Stofffluss des Urins bis in die molekuale Ebene verfolgen. In ‚Molecular Queering Agency‘ (https://www.youtube.com/watch?v=L3bFEAcz5t8&feature=youtu.be) thematisiert sie den menschlichen Umgang mit toxischen Molekülen in Gewässern; in ‚Housewives Making Drugs‘ (https://www.youtube.com/watch?v=JeyhNquwHKs)

die zunehmende molekulare Kolonialisierung des menschlichen Körpers durch Östrogen-Rückstände. Anhand von einfachen Verfahren erklärt Mary Maggic zum Beispiel, wie Hormone für eine private Hormontherapie aus dem Urin extrahiert werden können.

 

Innovation gegen Dead Zones

Die Art und Weise, wie wir menschliche Ausscheidungen entsorgen, hat sich im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert und trägt heute maßgeblich zu einem der dringlichsten Umweltprobleme der Erde bei: den sogenannten Dead Zones in vielen Gewässern. Diese entstehen aufgrund des viel zu hohen Nährstoffeintrags – einerseits verursacht durch die Überdüngung in der Landwirtschaft, andererseits aufgrund des Eintrags der Nährstoffe durch menschliches Abwasser. Die Folge: Algenblüte, mit immensen negativen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die Gesundheit der Meeressysteme.

Daher muss die Infrastruktur der Abwasserbehandlung umgestaltet werden, denn sie ist für den Eintrag von Nährstoffen (Stickstoff & Phosphor) sowie Mikroverunreinigungen (Hormone & Medikamenten-Rückstände) im Oberflächenwasser verantwortlich. Das Abwasser steht auch im Fokus von save!, dem ersten Urin-Trenn-WC der Welt, das alle Funktionsnormen erfüllt (ohne Einsatz von mechanischen Komponenten).

 

 

save!, die Toiletten (R)Evolution

In Zusammenarbeit von LAUFEN, dem Wiener Desgin Studio Eoos und der Eawag (Schweizer Wasserforschungsinstitut) entstand die Toiletten (R)Evolution save!: das wegweisende Urin-Trenn-WC, das ein neues Kapitel im nachhaltigen Abwasser-Management aufschlägt. Denn durch save! kann Urin recycelt und infolge als wertvolle Ressoure eingesetzt werden, zum Beispiel als Dünger zur landwirtschaftlichen Nutzung.

Marc Viardot, MD Central European BU, Director Marketing & Products LAUFEN: „Nur wenn wir uns ständig weiterentwickeln, um die Ecke denken und dabei völlig neue Werkstoffe, Techniken und Verfahren erfinden, entstehen nachhaltige sowie für alle Seiten sinnvolle Lösungen für die Zukunft: in ökologischer wie ökonomischer Hinsicht. Dabei arbeiten wir immer wieder mit Partnern zusammen, die ebenfalls für den Innovationsgedanken brennen, zum Beispiel dem Wiener Designstudio Eoos und der Bill and Melinda Gates Foundation. Nur wer Grenzen überwindet, kann Neues entstehen lassen. Nach diesem Motto arbeiten wir täglich bei LAUFEN, denn Innovationen sind Teil unserer Unternehmens-DNA.“

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